Kettlebell Training


Achtung! Infos zum regelmäßigen Trainingsangebot mit der Kettlebell findest Du HIER!

Was ist eine Kettlebell?

Kettlebells, auch Kugelhanteln oder russisch Girya genannt, sind traditionelle russische Gewichte aus Gusseisen, die ursprünglich zum Abwiegen von Getreide benutzt wurden. Seit über 300 Jahren nutzt man sie für Kraft- und Ausdauertraining, damals noch im alten Russland. Die Gewichtseinteilung basiert auf dem im zaristischen Russland gebräuchlichen Pud-System. Ein Pud entspricht etwa 16 Kg, typische Kettlebellgrößen sind z.B. 8, 16, 24, 32 und 48 Kg, mittlerweile sind aber auch Halbgrößen und weitere Zwischengrößen erhältlich.

Warum Training mit Kettlebells?

„Jeder Mann kann seine Kraft verdoppeln oder verdreifachen, und schwere Kettlebells sind eines der wirksamsten Mittel, um genau das zu erreichen.“

Iwan Lebedew, russischer Schwerathlet Gewichtheben, 1916

Das Training mit Kettlebells verbessert die Koordination und Beweglichkeit, ist extrem effektiv für den Kraftaufbau, stärkt das Herz und verbessert die Physis grundlegend. Diese Effekte sind durch verschiedene Studien vor allem sowjetischer Wissenschaftler belegt.

Grundsätzlich stellst Du Dir die Frage, welche Ziele Du durch Dein Training erreichen möchtest. Wenn sie sich mit den oben genannten positiven Effekten auf deinen Körper und Deine Gesundheit decken, kannst Du sie durch das Training mit der Kettlebell erreichen! Allerdings nur dann, wenn Du auf die biomechanisch korrekte Ausführung der Bewegungen achtest. Damit sind wir bei der nächsten Frage:

Wie trainieren wir mit Kettlebells?

Kettlebells kommen zurzeit wieder richtig in Mode, kaum ein Personal Trainer, der nicht damit arbeitet, und auch viele Fitnessstudios bieten inzwischen Kurse an. Doch Achtung!

Es gibt verschiedene Ansätze mit Kettlebells zu trainieren:

  • „Fitnesstraining mit Kettlebells“ gibt es in etlichen Fitnessstudios (eine Kette stellt sogar eine – übrigens haarsträubende – Anleitung ins Netz). Man folgt hier einer Modeerscheinung. Es gibt zahlreiche Videos von Personaltrainern mit Kettlebells, da tut der Rücken schon beim Zuschauen weh.
  • Girevoy-Sport ist ein Wettkampfsport mit sog. Competition-Kettlebells, bei dem es das Ziel ist, in einer bestimmten Zeit möglichst viele Wiederholungen einer bestimmten Übung zu schaffen. Dafür ist natürlich Bewegungsökonomie und eine ausgefeilte Technik sehr wichtig.
  • Hardstyle Kettlebell Training ist mit dem funktionellen Krafttraining eng verbunden. Es ist das Training, mit dem man die besten Ergebnisse im Fitnesstest erzielt. Viele militärische Spezialeinheiten und Spitzensportler trainieren nach diesem System. Hardstyle bedeutet, bei dynamischen Übungen mit möglichst schneller Beschleunigung und bei Maximalkraftübungen mit intensiver Körperspannung bei wenigen Wiederholungen zu arbeiten. Es geht um Trainingseffizienz durch hohen Poweroutput. Die RKC-Schule, die in den 1990er Jahren von Pavel Tsatsouline in den USA gegründet wurde und inzwischen in über 40 Ländern vertreten ist, arbeitet nach diesem System. Als HKC-Instruktor gehöre ich dieser Schule an.

RKC, die Russian Kettlebell Challenge, ist das Stichwort zum nächsten Punkt, zur

Qualität des Kettelbelltrainings

Den korrekten Umgang mit der Kettlebell kannst Du nicht vom Video oder aus Büchern lernen, nach dem Motto: „Oh, das ist aber eine coole Übung, die probiere ich nachher mal eben aus!“ Das geht definitiv in die Hose bzw. auf Deine Gesundheit. Kettlebelltraining ist nicht vergleichbar mit dem Training an Maschinen im Fitnessstudio oder mit dem Fitness-Hanteltraining. Es ist in Bezug auf die Komplexität der Bewegungen und die auf Deinen Körper einwirkenden Kräfte nur mit dem olympischen Gewichtheben vergleichbar. Niemand erlernt olympisches Gewichtheben nach Büchern oder Videos, ohne einen kompetenten Trainer ist das nicht möglich. Schwere gesundheitliche Schäden wären vorprogrammiert. Auch eine Kettlebell verzeiht Dir auf die Dauer keine Fehler: wenn Du mit 24 Kg schlechte Swings oder Snatches ausführst, wirst Du Dir früher oder später ernste Schäden zufügen.

Deshalb ist die Kompetenz Deiner Trainer hier von höchster Bedeutung. Da es modebedingt mittlerweile zahlreiche selbsternannte Kettlebell-Experten im Fitnessbereich gibt, solltest Du genau hinschauen, bevor Du mit dem Training beginnst. Ein wichtiger Anhaltspunkt für die Kettlebell-Kompetenz Deines Trainers/ Deiner Trainerin ist die Antwort auf die Frage, wo er/ sie das Training mit der Kettlebell gelernt hat und wer ihn/ sie zertifiziert hat.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, wie viele Techniken man Dir in wie kurzer Zeit vermitteln möchte. Denke daran: weniger ist mehr! Die Techniken mit der Kettlebell sind viel zu komplex und zu anspruchsvoll, um nach ein paar Übungsstunden saubere Swings, TGU‘s, Goblet Squats, Snatches, Cleans, Military Presses etc. auszuführen.

Deine Trainer Ralf Nosko und Oliver Melchert sind durch die RKC-Schule als HKC-Instruktor zertifiziert, unten siehst Du das Zertifikat. Bei uns hast Du nach einem Einstiegsseminar („Enter the Kettlebell“ = ETKB), in dem Du nur die Grundtechniken Swing und Turkish Get Up (TGU) erlernst, die Möglichkeit an einem 12-wöchigen Einsteigerkurs teilzunehmen und Deine Technik zu vertiefen. Darüber hinaus bieten wir Dir auf Wunsch 1 zu 1 Betreuung im Personal Training. Termine für unsere ETKB-Seminare und Kurse entnimmst Du der Terminübersicht. Mit unserem Newsletter kannst Du Dich auf dem Laufenden halten. Für Personal Training nimmst Du direkt mit uns Kontakt auf, am besten per Mail unter: info@mat-hannover.de.

Wir freuen uns auf Dich!

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